Offenheit, Freundlichkeit und Oberflächlichkeit –

Die meisten Amerikaner sind super freundlich und netten Zeitgenossen gegenüber sehr offen. Auch gegenseitige zuvorkommende Gesten (Tür aufhalten) sind gerngesehen. In fast allen Fällen wird man mit Personen die man kennenlernt auf informellem Niveau kommunizieren – selten ist ein ‘Sir’ oder ‘Mister’ zu hören. Das führt auch dazu, dass man mit jeglichen Personen leichter in Kontakt treten kann, auch wenn dabei leider meist keine tiefergehenden Gespräche entstehen – selbst bei längerer Bekanntschaften. Personen werden oft nach einem Treffen als Freund bezeichnet. Und Nachbarn wissen trotz gutem Verhältnis und einem allwöchentlichen Bier in der Garage nicht wo man arbeitet. Generell gilt es problematische Themen (Religion, Politik, Waffen, Gehalt, etc.) zu vermeiden.

 

Insgesamt bietet der nette Chittchat viele Vorteile und man lernt schnell viele Leute kennen, wenn man mit einer offenen Art unterwegs ist und es schafft das Gespräch vom ‘How are you?’ noch etwas weiter zu entwickeln. Bei dieser Floskel, die einem gerne im vorbeigehen zugerufen wird sollte man keinesfalls anfangen seine Lebensgeschichte zu erzählen. Ein kurzes ‘Very good, what about you?’ reicht meist schon aus, bis der andere ohne anzuhalten mit einem ‘good’ um die Kurve biegt. Wenn interesse an einem längeren Gespräch besteht, bleibt das Gegenüber in der Regel stehen.

 

‘Fake it till you make it’ – dass Image und andere Äußerlichkeiten spielen in den USA eine große Rolle. Das kann man mögen oder nicht, allerdings muss man sich immer vor Augen halten, dass der Schein nicht immer dem wahren Bild entspricht, und der Audi R8 nur geleased ist und die letzte Rate noch aussteht. Bei einem längeren Aufenthalt in den Staaten fehlt einem nach einer gewissen Zeit aber manchmal der Tiefgang, den man aus Gesprächen mit Freunden und Familie gewohnt ist. Auch ist es für europäische Verhältnisse ungewohnt, wie locker man mit Zusagen umgeht. Eine Einladung oder Zusage bedeutet in vielen Fällen nicht, dass die Verabredung dann wirklich zu Stande kommt, aber freundliches und bestimmtes Nachfragen, kann wahre Wunder wirken. Dabei ist das ganze nicht böse gemeint, die Amerikaner stoßen einen einfach nicht gerne vor den Kopf. Das heißt, wenn man selbst einen Vorschlag macht, wir der andere höchstwahrscheinlich zustimmen – kommt dieser aber nicht mehr auf dich zu sollte man akzeptieren, dass derjenige vermutlich doch keine Lust oder Zeit oder beides hat.

 

Einheitenwirrwar (Quelle: wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Angloamerikanisches_Ma%C3%9Fsystem) klick)

-Längenmaße

 

Einheit Deutsch Abk. Größe metrische Größe
inch Zoll in. 2,54 cm 0,0254 m
foot Fuß ft. 12 inch 30,48 cm 0,3048 m
yard Schritt yd. 3 feet 91,44 cm 0,9144 m
mile Meile mi., m. 1760 yard ≈ 1,61 km 1.609,3440 m

 

-Flächenmaße

 

Einheit Deutsch Abk. Größe metrische Größe
square foot Quadratfuß sq.ft. ft2 144 in2 0,09290304 m2
square yard Quadratyard sq.yd. yd2 9 ft2 = 1.296 in2 0,83612736 m2
acre Morgen ac./a. 43.560 sq.ft. 4.046,86 m²
square mile Quadratmeile sq.mi. mi2 3.097.600 yd2 2.589.988,11 m2

 

Leider sind nur square foot und acre gebräuchlich.

 

-Gewichtseinheiten

 

Einheit Deutsch Abk. Liter
fluid ounce Flüssigunze fl.oz. 2,96 cl 0,02957 l
dry ounce Trockenunze oz. 28,35 g 0,02835 kg
pint Pint pt. 4,73 dl 0,47318 l
quart Quart qt. 9,46 dl 0,94635 l
pound Pfund lb. 453,59 g 0,45359 kg
gallon Gallone gal. 3,79 l 3,78541 l
petrol barrel Erdölbarrel bl., bbl. 1,59 hl 158,98729 l

 

-Temperatur

 

Messwert \ Einheit Grad Fahrenheit Grad Celsius
Siedepunkt von Wasser (bei Normaldruck) 212 °F 100 °C
Körpertemperatur des Menschen nach Fahrenheit 96 °F 35,56 °C
Gefrierpunkt von Wasser (bei Normaldruck) 32 °F 0 °C
tiefste Temperatur in Danzig, Winter 1708/09 0 °F −17,78 °C

 

Ja, man kann sagen, dass das alles nicht so richtig Sinn macht, aber so ist es halt und wer in Amerika ist muss mit den Temperatureinheiten klarkommen.

Ich merke mir grundsätzlich die 10er – Grad Celsius Schwellen.

Also 32 °F (ca. 30) – 0 °C

50 °F – 10 °C

68 °F (ca. 70) – 20 °C

86 °F – 30 °C

Und alles über hundert ist verdammt heiß.

 

-Geschwindigkeit

 

Miles per hour Meilen pro Stunde mph, mi/h 1 mi ÷ 1 h ~1,61 km/h

 

-Kraftstoffverbrauch

 

Miles per gallon Meilen pro Gallone 1 mile/gallon ~235 mpg (US)l/100 km

 

Um das ganze umzurechen nimmt man den Faktor 235 im Zähler und teilt durch die jeweilige Liter pro 100/km oder mpg – man erhält dann jeweils die andere Einheit:

  • 7,0  l100 km → mpg (US): 2357  l⁄100 km = 33,6 mpg (US)
  • 20 mpg (US) → l100 km: 23520 mpg (US) = 11,8 l100 km

 

Zeitangaben:

Die Zeit wird in den USA in der Regel im AM/PM Format und somit in 12 Stunden Intervallen angegeben. Bei Terminen ist es deshalb häufig relevant zu überprüfen, ob es sich um die Vormittags- oder Nachmittagszeit handelt. Bei Verabredung geht häufig aus dem Kontext hervor worum es geht, wobei ich dennoch empfehlen würde im Zweifel nochmal nachzuhaken. Auch wird niemand (abgesehen von Miliärs – ‘military time’) verstehen, dass du von einer Uhrzeit redest, wenn du Nummern verwendest, die größer als 12 sind – taugt also gut als Geheimsprache unter Europäern.

 

Schreibweise des Datums:
Die Schreibweise des Datums unterscheidet sich in der Reihenfolge von der deutschen. In der amerikanischen Schreibweise wird zunächst der Monat, dann der Tag, dann das Jahr geschrieben. Getrennt wird durch Schrägstriche (MM/TT/JJ). Selbst Amerikaner konnten mir nicht erklären warum dies so ist – vermutlich wieder nur weil alles etwas anders sein muss.

 

Zahlenschreibweise:
Die amerikanische Schreibweise von Zahlen unterscheidet sich etwas von der deutschen: Die 1 wird als gerader Strich geschrieben, die 7 enthält keinen Querstrich und die 9 hat keinen Bogen am unteren Ende. Achtet beim Ausfüllen der Einreise- und Zollformulare auf die amerikanische Schreibweise. Und lasst euch nicht bei anderen Dokumenten verwirren.

 

Air-Condition:
Die Air-Condition bläst in den USA immer und überall. Achtet auf entsprechende Kleidung!

Lebensmittel:
Nahrungsmittel sind insgesamt meist leider nur in größeren Portionen verfügbar oder kosten die kleineren Portionen einen deutlichen Aufpreis.
Das Brot und andere Backwaren, die es in den Supermärkten zu kaufen gibt, entsprechen oftmals nicht dem deutschen Geschmack.
Tipp: Atlanta Bread Company, bei Farm Fresh oder auch Panera Bread hat annehmbares Brot

 

Fast-Food:

Die üblichen Burger-Stops an jeder Straßenecke verleiten häufig dazu sich hier und da mal einen Zwischensnack oder gar eine Mahlzeit einzunehmen. Wer auf sein Gewicht und seine Gesundheit achtet sollte versuchen hier und da mal gesunde und leichte Mahlzeiten mit einfließen zu lassen, dass nach 4 Wochen USA nicht 10 kg mehr auf der Wage stehen. Natürlich sollte man aber dennoch so manches Fast-Food Highlight probieren. Mehr dazu findet ihr in meinem Fast-Food-Guide (klick) und den Must-Try-Foods (klick).

Einkaufen rund um die Uhr:
Ein zusätzlicher angenehmer Unterschied ist die Möglichkeit, rund um die Uhr sowie am Wochenende einkaufen zu können.

Tanken:
Beim Tanken wird entweder mit Kreditkarte gleich an der Zapfsäule bezahlt oder vorab Bar an der Kasse. Ach ja natürlich ist Benzin ‘Gas’ sehr günstig – mit den oben angegebenen Tabellen könnt ihr sogar ausrechnen wieviel günstiger.

Alkohol:
In den USA gibt es ein national festgelegtes Mindestalter von 21 Jahren, was bedeutet, dass ab diesem Alter der Erwerb sowie der Konsum von Alkohol erlaubt bzw. legal ist. Die Alkoholbestimmungen werden sehr ernst genommen. Dies bekommt man bereits beim Kauf von Alkohol im Supermarkt oder auch in Restaurants und Kneipen zu spüren. Hierbei kommt es meist vor, dass man nach einer ID (Führerschein oder Ausweis) gefragt wird – selbst wenn deutlich zu erkennen ist, dass man über 21 ist. Das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit ist generell im ganzen Land kritisch zu betrachten und fast überall verboten. Auch im Fahrgastraum des Autos sollten es vermieden werden, alkoholische Getränke mitzuführen und diese auf keinen Fall zu konsumieren.

Autos:
Amerikaner fahren außerhalb der Großstädte häufig größere Autos oder Trucks.
Grundsätzlich fährt man überall mit dem Auto hin. Es gibt meist keine Fußgänger- und Radwege.

 

Es gibt noch tausende weitere kleine Unterschiede, wobei ich versucht habe hier wichtigsten Auffälligkeiten festzuhalten.

 


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