Sportmöglichkeiten

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gilt dies natürlich auch für die Freizeitgestaltung – dieser Artikel soll dabei helfen, eine grobe Orientierung zu geben, wo man seinen Interessen nachgehen kann, und was zum Standardprogramm gehört.

 

Generell ist zu sagen, dass die Sportbegeisterung der Amerikaner nicht bei dem

Football-Spiel im TV am Wochenende aufhört und obwohl weite Teile der Bevölkerung mit Übergewicht zu kämpfen haben, spielt Sport in der Regel wenn nicht aktiv, dann zumindest passiv eine große Rolle. Abgesehen davon geht ein großer Teil anderweitigen Freizeitaktivitäten nach.

 

Natürlich kann ich nicht genau dein Hobby erraten und dazu einen Tipp geben aber im allgemeinen gilt, dass die lokale Google-Suche in den USA auch in verschlafenen Kleinstädten wahre Wunder bewirken kann. Yoga soll es sein und du bist in Charleston, SC – Google nach Yoga Charleston und du wirst garantiert einen Schnupperkurs für den Abend finden!

 

Die beliebten Sportmöglichkeiten sind auch von denen in Europa nicht sehr zu unterscheiden. Viele besuchen ein Fitness-Studio oder sind dort zumindest angemeldet. Hier ist Planet Fitness eine bekannte Kette, die in allen Staaten anzutreffen ist und bei der mit einer guten Idee (Austauschstudent + Probetraining) mal kostenlos in den Staaten trainiert werden kann. Fitness First Members finden auch in vielen Städten Studios, in denen Sie Gewichte stämmen können.

 

Natürlich bietet sich in Küstenregionen der Strand als Ort an, an dem man seine Freizeit verbringen kann. Vom Beachvolleyball, Gerätetauchen, Surfen, Schwimmen bis hin zum entspannten Strandtag im Strandstuhl – fast überall ist viel geboten und es ist einfach mit Locals bei einer Runde Strandfussball in Kontakt zu treten. Wichtig ist es am Strand die üblichen Gepflogenheiten der Amerikaner zu kennen. So gelten beispielsweise, die in Deutschland gängigen Speedos – kurze Badehosen – als Zeichen von Homosexualität. Generell ist auch ‘Oben Ohne’ bei Frauen verboten und steht unter Strafe (Public Nudity). Die Amerikaner verbringen Ihre Tage häufig sehr gut vorbereitet am Strand. Dabei ist dann von der Musikanlage über die Kühlbox mit eingebautem MIxer und Strandmatten, -zelte, -schirmen häufig der halbe Hausrat dabei. Dennoch ist wie überall in den USA das konsumieren von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten – ‘Public drinking’. Das gilt natürlich auch am Strand – also Vorsicht – das wird wirklich kontrolliert! Was man mitbringt oder besser vor Ort erwirbt habe ich auf der Packliste (klick) näher analysiert.

 

Joggen, Inliner fahren, Laufen und Fahrradfahren hat in den USA häufig einen geringeren Stellenwert als in Europa. Dies ist definitiv auch den häufig fehlenden Fußgängerwegen geschuldet, wobei Fahrradwege gänzlich nicht vorhanden sind. In sämtlichen Küstenstädten konzentrieren Sich solche Aktivitäten deshalb häufig auf die Uferpromenade (Boardwalk). Dabei geht es zwar leider häufig nicht mehr um den Sport – sondern um sehen und gesehen werden und Selbstbestätigung – aber dennoch sind es Orte die man gerne mit seinen Inlinern besucht, da einen keine Trucks überrollen. Natürlich sollte man sicherstellen, dass man auf dem Boardwalk sein Fahrrad benutzen kann – allerdings ist dies meist überflüssig, da im Land des Kapitalismus natürlich überall Fahrradleihgeschäfte stehen, wo dies erlaubt ist.

Aber auch ohne einen Boardwalk, gibt es in jeder Stadt ausgewiesene Parks, die zum Joggen usw. genutzt werden können. Erneut – Google hilft.

 

Das “Hiking” oder Wandern – allseits beliebt und sehr in Mode. Ja, die Amerikaner sind schon teilweise sehr lustig – wenn sie einen 5 km, flachen Rundwanderweg mit Stöcken, Wanderschuhen und in voller Sportmontur inklusive Schweißbändern beschreiten. Aber auch das andere extrem ist kann der Fall sein, so versuchen teilweise übergewichtige ältere Damen in Flip-Flops, extrem schwierige Trails in den National Parks zu begehen. Wie immer gilt – vorab informieren hilft. Die Schwierigkeitseinschätzungen in den Maps und Broschüren sind nicht ohne Grund so wie sie sind. Im flachen Gelände können wir Europäer, die in der Regel mehr laufen gewohnt sind häufig mit normaler Kleidung und Schuhen einfache Trails begehen. Auf keinen Fall sollte man allerdings die Berge, National Parks und sonstige unwegige Gelände unterschätzen! In den meisten Fällen ist man im Gelände auf sich gestellt und Handy’s funktionieren kaum. Deshalb nur mit genügend Proviant, Informationen und gut vorbereitet losgehen.

 

Golf hat in Amerika einen anderen Stellenwert als in Europa. Das versnobte Image trifft zwar häufig trotzdem zu, dennoch ist es ein Alltagssport und der Truckfahrer geht nach der Arbeit auch gerne mal zum Golfen. Ich würde keinem Raten in den USA zu versuchen Golf zu lernen, da Stunden und Leihmaterial häufig viel teurer sind als in Europa und meist einfach auch die Zeit fehlt. Aber wer dennoch an diesem Teil der amerikanischen Lebensweise teilnehmen will – dem empfehle ich sich mal auf einer Driving Range auszuprobieren. Auch mir als Nicht-Golfer hat dies viel Spaß gemacht und erste Erfolge sind schnell sichtbar – ebenso sind die Kosten nicht zu hoch.

 

Schießen kann man natürlich in einem Land, in dem Waffenbesitz in der Verfassung gesichert ist auch. Und ob man mit einem Maschinengewehr in der Wüste Nevadas oder mit dem Colt in der Indoor-Shooting-Range unterwegs ist – auch ich als Freund der Europäischen Anti-Waffen-Gesetzgebung muss zu geben, dass es durchaus Spaß macht. Für die strikten Pazifisten zur Beruhigung – auch der Ausflug hat mich ähnlich glücklich gemacht. Die Kosten sollte man nicht unterschätzen, besonders wenn man auf eigene Faust zur Shooting Range fährt. Wenn möglich mit Freunden oder Bekannten mit einer Waffe – dass reduziert die Kosten extrem. Geht das nicht muss man für Munition, Waffenleihe, Anleitung und Begleitung einige Dollars bezahlen. Beim Freund ist es in der Regel nur die Munition.

 

Hammoking, ein Trend der gerade in den USA immer stärker wächst und natürlich ehr nur ein Hobby und keine sportliche Aktivität. Beim Hängemattenabhängen, benutzt man seine portable Hängematte zwischen zwei festen Objekten und verbringt dort Zeit mit seinen Freunden. Seit neuestem sind diese tollen Teile auch in Europa verfügbar (klick) – und ich kann Sie wärmstens empfehlen (Bild – Hängematte). Über andere aktuelle Entwicklungen und Trends in den USA könnt Ihr mehr lesen in der Kategorie aktuelle Trends (klick).

 

Auch in den USA gehört ein entspannter Kinobesuch zu den üblichen Freizeitaktivitäten – einige Filme sind deutlich vor dem deutschen Kinostart verfügbar, weshalb es wieder Sinn macht sich genauer zu informieren, wenn man gerne einen bestimmten Film sehen will. Sonst sind Kinobesuche in den USA, wie auch bei uns, ziemlich teuer geworden. Zu beachten ist auch, dass man kein süßes Popcorn finden wird, da dies wie in den USA überall üblich salzig und auf Wunsch mit Butter angeboten wird. Wenn man sich dessen bewusst ist und die Erwartungen angepasst hat ist auch dass ein toller Snack. Süßes Popcorn wird ab und zu auf Kirchweih-ähnlichen Events – ‘Fairs’ – als ‘kettle corn’ angeboten.

 

Sonstige Hobbies

Vom Modelbau über Drohenfliegen bis hin zum Paddleboarding wird in den USA meist überall alles angeboten, was möglich ist. In diesem Land wird die Nachfrage nicht nur bedienst sonder häufig selbst erzeugt. Viele Angebote sind verlockend, können allerdings häufig günstiger vorab gebucht werden. Wie so häufig lohnt eine kurze Internetrecherche oder ein günstiger Groupon-Deal.(Klick)

 


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